Mehr Erfolg durch Google Analytics

Mehr Erfolg durch Google Analytics

Vom kleinen Blogger bis hin zu professionellen Unternehmen aller Art – die ganze Welt nutzt Google Analytics. Dieser Beitrag geht darauf ein, wie Sie diesen Dienst im kommerziellen Einsatz effektiver nutzen und was in Zeiten der DSGVO noch zu beachten ist.

Channels – Kanäle zum Erfolg

Ich empfehle Kunden, die Ihren Internetauftritt ambitionierter betreiben, immer ein besonderes Augenmerk auf Kanäle zu legen. Channels geben Auskunft, woher menschliche Besucher kamen. Dazu gehören unter anderem direkte Zugriffe, organische (=unbezahlte) Zugriffe über Suchmaschinen, soziale Medien, E-Mails aller Art, Verweise aus anderen Websites, Affiliate Programme sowie bezahlte Zugriffe verschiedenster Art.

Idealerweise setzt ein langfristig erfolgreiches Content Marketing darauf, in möglichst vielen unbezahlten Kanälen permanent gute Zugriffszahlen zu erzielen. Es kann immer ein Kanal einbrechen. Beispielsweise möchte man nicht von Zugriffen aus Suchmaschinen alleine abhängig sein. Wenn wiederum Besucher nur dann kommen, wenn man sie dafür bezahlt, stimmt wohl etwas mit der Attraktivität der eigenen Website nicht.

Je nachdem, wie ambitioniert Sie Ihre Erfolgsstrategie angehen, können Sie benutzerdefinierte Kanäle in Analytics ergänzen. Kanäle machen besonders Sinn, wenn man sie mit Kampagnen verknüpft und auch finanzielle Kennzahlen in Analytics einbindet.

Erfolg von Kampagnen messen

Kanäle in Google Analytics bieten Ihnen einen guten Hinweis, wie erfolgreich Sie unterschiedliche Besucherquellen ansprechen. Allerdings sehen Sie selten, welche Marketing Maßnahme konkret welche Erfolge oder Misserfolge brachte. Hier kommen Kampagnen ins Spiel. Dabei gestalten Sie Ihre Links, wo immer Sie diese Hyperlinks einbauen, als Kampagnen-URL. Damit können Sie später den Erfolg beispielsweise eines Newsletters, einer Facebook Anzeige, einer Google Ads Kampagne oder eines von Ihnen angebotenen PDF Downloads exakter bestimmen.

Daten aus anderen Quellen einbinden

Das in seinen Funktionen und Auswertungen mächtige Analytics eignet sich besonders für Aufgabenträger, die ins Detail gehen wollen oder müssen. Profis binden daher häufig eher früher als später die Schnittstellen zu Search Console, Google Ads und Google AdSense ein. 

Wer sich hingegen für das große Ganze interessiert, die wichtigsten Kennzahlen in einem knackig übersichtlichen einzigen Bericht versammeln will, der sollte den Einsatz von Google Data Studio erwägen.

Kosten & Nutzen analysieren

Wer seinen Internetauftritt nur als Präsenz betreibt oder im Stillen ahnt, dass die Website Ihre Kosten in 100 Jahren nicht einspielen wird, der braucht keine Daten zu Kosten und Umsätze. Die anderen stehen hier vor zusätzlichen Herausforderungen. Allerdings mit einer Chance zu großem Zusatznutzen.

Wenn Sie zum Beispiel einen WooCommerce Shop in WordPress betreiben, müssen Sie extra konfigurieren, dass die kaufmännischen Daten aus WooCommerce auch richtig nach Analytics gelangen. Je nach verwendeten Plug-ins kann es schon passieren, dass Zugriffe ungewollt doppelt gezählt werden.

Kosten, die aus bezahlten Kampagnen mit Google Diensten entstehen, können vergleichsweise einfach dann mit Umsätzen in Verbindung gebracht werden. Komplizierter wird es allerdings, wenn Sie auch die Kosten für Kampagnen in sozialen Medien integrieren möchten.

DSGVO und Google Analytics

Die EU-Datenschutz-Grundverordnung hat die Spielregeln im Umgang mit Google Analytics grundlegend verändert. Sowohl für Google selbst, als auch für alle Nutzer, die es einsetzen. Für Sie als Nutzer bedeutet das Verwenden von Analytics in Hinsicht auf die DSGVO unter anderem:

  • Sorgfältiger Hinweis in Ihrer Datenschutzerklärung
  • Genau prüfen, welchen Tracking Code Sie verwenden
  • Ebenso sorgfältige technische Umsetzung der Cookie Richtlinie

Außerdem bleibt Ihnen (oder der durch Sie beauftragten Person) nicht aus, ständig die gängige höchstrichterliche Rechtssprechung zu verfolgen. Hinzu kommt, dass Google wiederum selbst permanent an seinen Nutzungsbedingungen arbeitet.

Fazit zu Analytics

Google Analytics ist in diesen Tagen quasi ein Standard für alle, die Websites professionell betreiben. Die Profis bewirtschaften Kanäle, kontrollieren den Erfolg Ihrer Kampagnen und haben Kosten & Umsätze im Blick. Allerdings entsteht durch die DSGVO viel Aufwand, wenn man Analytics einigermaßen rechtssicher einsetzen möchte oder muss.