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Christian Hoberg

Christian Hoberg • Versicherungen pragmatisch, praktisch, existenziell

Christian Hoberg gehört quasi zum Ortsbild im nordrhein-westfälischen Greven. Seit gefühlt 100 Jahren ist er für die Eingeborenen erster Ansprechpartner für Versicherungen, Vorsorge und seriöse Anlageformen. Seine Kunden schätzen vor allem die persönliche Betreuung, die berät, statt lediglich zu verkaufen. Bei LinkedIn wiederum hat er sich einen Namen als humorvoller und stets fairer Kommentator des Zeitgeschehens gemacht. Im Interview verrät er uns, wie es zu dieser Karriere gekommen ist und gibt uns einen interessanten Einblick, was den Menschen hinter den Versicherungen auszeichnet.

Warum ausgerechnet Dich?

Welche Sorgen und Hoffnungen muss jemand haben, damit er oder sie genau Dich braucht?

Ich helfe gerne dabei den Durchblick durch die gesetzlichen Systeme zu bekommen und die daraus resultierenden Versorgungslücken zu erkennen. Wie funktioniert die Berechnung der Altersrente bzw. Erwerbsminderungsrente, was bedeutet Hinterbliebenenversorgung und wie kann ich meine existentiellen Risiken absichern um, meinen gewohnten Lebensstandart halten zu können. Diese Thema betrifft jede Altersgruppe.

Auch die Themen Patientenverfügung bzw. Vorsorgevollmacht und Pflege müssen beleuchtet werden. Für diese Themen gibt es keine Standardlösung, sie wird grundsätzlich individuell ermittelt. Das macht auch meinen Job so spannend. Das setzt natürlich ein gewisses Vertrauensverhältnis voraus, dessen ich mir sehr bewusst bin. Mein Ziel ist eine langjährige und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit meinen Kunden.

Wie lautet das Alleinstellungsmerkmal?

Was bekommen Menschen so nur bei Dir?

Bei mir gibt es eine individuelle Beratung. Ich empfehle nichts was ich nicht auch selbst so gemacht habe. Bei mir ist der Abschluss keine Pflicht. Mir ist wichtig, meine Kunden aufzuklären. Im 2-jährigen Rhythmus werden alle bestehenden Verträge neu überprüft und den aktuellen Gegebenheiten angepasst. Das ist wichtig, weil es nicht nur bei meinen Kunden, sondern auch bei uns Veränderungen in den Produkten geben kann, die durchaus sinnvoll sind. Das führt manchmal sogar zu Beitragsersparnissen. Was ja in der heutigen Zeit durchaus auch ein Thema ist.

Der Mensch mit den Versicherungen

Warum ausgerechnet Versicherungen? War bei Dir schon in der Schule klar, dass Du diesen Berufsweg einschlagen wirst?

Damals in der Schule anno 1986 gab uns der Lehrer an einem Freitag folgendes mit auf dem Weg ins Wochenende: „So Leute, am Montag will ich von euch wissen, welcher Berufsausbildung ihr nach der zehnten Klasse anstrebt.“ 

Ich sass noch im Bus auf dem Weg nach Hause, da wurde mir klar: Du hast an jeder Hand fünf Daumen, also wird das mit einem handwerklichen Beruf schon mal nichts. Was blieb also für mich übrig? Die Kaufmannslehre. So einfach war das, Hausaufgabe erledigt. Während meiner Ausbildung zum Groß-und Außenhandelskaufmann bin ich dann mit einem Strukturvertrieb in Berührung gekommen. Das Thema interessierte mich sehr und ich stellte im zarten Alter von 21 Jahren schon fest, dass ich verkaufen kann und es mir sogar Spass macht.

In diesem Strukturvertrieb ging es allerdings leider nicht so sehr um individuelle Beratung. Hier wurde das Produkt verkloppt, was am meisten Geld brachte. Als ich dann mit 23 zur Bundeswehr eingezogen wurde, nachdem ich meine Ausbildung beendet hatte, musste ich mir überlegen, wie es danach weitergehen sollte. Ich entschied mich für die Selbstständigkeit bei der Westfälischen Provinzial Versicherung und bin dort seit dem 01.04.1994 in meinem Heimatort Greven tätig. Mittlerweile bertreue ich meine Kunden schon über drei Generationen. Das macht mich sehr stolz.

Wie sorgt der Spezialist selbst vor?

Der Schuster hat bekanntlich selbst immer die abgetragensten Schuhe. Wie sorgst Du als Vorsorgespezialist für Dich selbst vor?

Zum Thema eigene Absicherung kann ich folgerndes sagen: Wenn es bereits in den 90ern die Produkte von heute (Fonds, ETF,  Basisrenten usw.) gegeben hätte, müsste ich nicht mehr arbeiten und wäre quasi jetzt schon Privatier. Es war bei mir zu Beginn der Klassiker. Es wurde gesagt: Junge, mach mal eine schöne große Lebensversicherung mit 350 DM Beitrag, dann hast du im Alter ausgesorgt. Auf meine Frage hin, wen ich denn bitte mit der Versicherungssumme von 150.000 DM damals beglücken soll, falls ich von meinem Recht auf Ableben Gebrauch mache, kam dann die Antwort: Was anderes haben wir gerade nicht.

Außer eben die Rentenversicherung ohne Todesfallsumme. Aber Du willst ja bestimmt irgendwann Familie. Na klar dachte ich. Also Abfahrt, Thema erledigt. Irgendwann fing ich dann damit an meine Beratung im Vorsorgebereich perfektionieren zu wollen. Oberstes Ziel für mich ist nach wie vor eine bedarfsgerechte Kundenberatung in diesem existentiell wichtigen Bereich.

Ich habe auch meine eigene Altersvorsorge daraufhin entsprechend angepasst und denke das ich nun für den Ruhestand gut aufgestellt bin. Abgesehen davon ist für mich das Ende meiner Tätigkeit nicht unbedingt das Rentenalter 67. Da ich meinen Beruf sehr gerne ausübe, bleibe ich so lange, wie man mich haben möchte. So ist mein Stand heute.

Klare Meinung, klare Werte und doch Augenmaß

Du bist dafür bekannt, klare Kante zu zeigen. Wir leben nicht unbedingt in meinungspluralen Zeiten. Erlebst Du manchmal, dass Du bestimmte Dinge besser für Dich behältst, obwohl Du eine klare und vor allem eigene Meinung dazu hättest?

Gerade bei politischen Diskussionen behalte ich meine Meinung oft für mich, wenn ich erkenne, dass eine Diskussion mit gewissen verblendeten Leuten sowieso keinen Sinn macht. Manchmal kann ich mich jedoch nicht zurück halten und muss meinen Unmut auf gerne mal ironische Art und Weise los werden. Ich lasse mich dann auch nicht wirklich auf Diskussionen ein, sondern ignoriere mein Gegenüber gerne mal als höchst wirksame Bestrafung.

KI im Versicherungswesen

Künstliche Intelligenz ist in aller Munde. Was leistet sie im Versicherungswesen und wie macht sie Deine Arbeit besser oder schlechter?

Künstliche Intelligenz im Versicherungswesen treibt aktuell mich, wie auch meine Kunden, in den Wahnsinn. Ich bin dafür sehr dankbar. Ich höre in letzter Zeit immer öfter, dass Kunden froh sind, noch mit einem Gegenüber sprechen zu können und nicht stundenlang in einer Warteschleife verbringen müssen. Die Diskussionen mit dümmlichen Chatbots machen ebenso nicht wirklich Spaß. Mir ist klar, dass das selbstlernende Systeme sind, aber ich sage dann immer: Dann lernt mal.

Ich bin ja gemeinsam mit meinen Kunden gealtert und bin froh, dass diese das persönliche Gespräch nach wie vor vorziehen. Noch komme ich dadurch auch an die allseits dringend benötigte junge Kundschaft. Wenn ich allerdings die Eltern nicht mit im Boot habe, wird es schwierig. Da werden wir über kurz oder lang nicht umhin kommen, uns an die nonverbale Kommunikation gewöhnen zu müssen. Aktuell müssen wir eben auf dem Laufenden bleiben und dürfen uns der Zukunft nicht verweigern.

Kurator und Reichweitenhelfer

Dein Profil bei LinkedIn betreibst Du als Inhaltskurator (Content Curation). Wie wählst Du die Inhalte aus und welche redaktionelle Linie verfolgst Du dabei?

Ich verfolge bei LinkedIn keine spezielle redaktionelle Linie, da LinkedIn für mich aktuell auch noch keine vertriebliche Relevanz hat. Vielleicht ergibt sich durch mein zugegeben sehr langsames organische Wachstum irgendwann auch ein vertrieblicher Ansatz bzw. ein konkreter Kontakt, der gerne meine Beratung hätte. Das ist sogar schon zwei mal vorgekommen. Ich konnte allerdings nur mit meinem Fachwissen helfen. Es hat sich daraus kein Umsatz ergeben. Das ist auch überhaupt nicht schlimm, da ich LinkedIn wie gesagt noch nicht professionell nutze. 

Gaumen versichert am Grill

Du musst zwischen einem guten Steak oder einem veganen Hackschnitzelburger wählen. Welches Getränk und welche Saucen nimmst Du zum Steak und warum?

Zu einem guten Steak in passender Größe gehört für mich Pfeffer, Salz und eine gute Kräuterbutter. Mehr nicht. Als Getränk 1-3 Paulaner hell und am Ende einen guten Grappa mit einem Espresso.

LinkedIn als digitaler Kanal

Stell Dir vor, Dein Profil bei LinkedIn würde gesperrt? Was würde das für Dich bedeuten und wie würdest Du damit umgehen?

Würde aktuell mein Profil bei LinkedIn gesperrt, wäre das natürlich schade, aber kein Weltuntergang. Ich würde versuchen, das Problem über den Support zu lösen. Ansonsten würde ich ein neues Profil anlegen und die mir wichtigen Kontakte informieren. Das sind nicht ganz so viele, die habe ich im Kopf.

Wenn es einmal zu Ende geht

Was wäre Deine Henkersmahlzeit und welche schönen Erinnerungen und Gefühle verbindest Du damit?

Meine Henkersmahlzeit wäre eine Spaghetti Bolognese, gekocht von meiner wunderbaren Frau. Als Erinnerung an unser gemeinsames Leben, was wir leider erst seit 2009 zusammen verbringen dürfen, da wir uns vorher nicht gekannt haben. Dafür, dass der Zufall uns zusammen führte, bin ich jeden Tag dankbar.

Fazit und Zusammenfassung

Christian Hoberg ist der lebende Beweis, dass Experten für Versicherungen, Vorsorge und sinnvolle Anlageinstrumente nicht zwangsläufig staubtrockene Langweiler sein müssen. Im Gegenteil dazu überzeugt er seine Kunden vor allem durch das persönliche Moment. Bei ihm scheint der Beruf Berufung zu sein. In ihr sucht er echte, passende Lösungen, statt einfach etwas zu verkaufen. Christian hat klare Werte, ist kein Duckmäuser, weiß aber genau, wann es vernünftiger ist, keine sinnlose Debatten zu suchen. Für gute Mahlzeiten ohne Reue ist er immer zu haben. Bist Du neugierig geworden, mit ihm zu arbeiten? Besuche Christian auf seinem Profil bei LinkedIn.

Bildnachweis: KI.

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